
6 konkrete Tipps bei Tierallergie
Was ist eine Tierallergie?
Umgangssprachlich wird oft die Bezeichnung "Tierhaarallergie" verwendet, doch der auslösende Faktor sind nicht die Haare.
Bei einer Tierallergie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf Proteine, die im Speichel, Urin oder Fell von Tieren enthalten sind. Diese Eiweiße, auch als Allergene bekannt, sind an sich harmlos. Als Allergieauslöser können sie zB. im Fell festsitzen und so auf Polstermöbel oder Teppiche gelangen. Sie verbreiten sich aber auch in der Luft und können so eingeatmet werden. Auch der Kontakt mit Tieren kann eine allergische Reaktion auslösen.
Wie häufig ist eine Tierallergie in Österreich?
In Österreich sind etwa 250.000-300.000 Personen von einer Tierallergie betroffen (lt.meinmed.at). Besonders häufig ist die Katzenallergie (bei etwa 50% der Betroffenen), aber auch Hundehaare, Nagetiere oder Vögel können ähnliche Reaktionen hervorrufen.
Interessantes zu Tiergruppen
Katzen: Katzenallergene haben besonders gute Schwebeeigenschaften und verbreiten sich leicht. Das Hauptallergen bei Katzen nennt sich Fel d 1s. Dieses gehört einer eigenen Eiweiß-Familie an und ist nicht mit Allergenen anderer Haustiere verwandt. Die erhöhten Beschwerden bei Katzenallergikern könnten von diesem Eiweiß kommen.
Kastrierte Kater und weibliche Katzen sondern weniger Allergene ab, verursachen aber dennoch zumeist Beschwerden.
Hunde: Allergien auf Hunde sind meist weniger stark ausgeprägt als auf Katzen. Alle Hunderassen haben die gleichen Allergene, es variieren die abgegebenen Mengen in den Rassen und Geschlechtern. Die Länge der Haare ist für das Allergiepotenzial unerheblich.
Pferde: Eine Allergie gegen Pferde betrifft nicht nur Reiter, sondern kann auch von einer Rosshaarmatratze sein.
Vögel: Sowohl Nutzvögel als auch Ziervögel (Wellensittich, Kakdu, Papagei,…) können eine Vogelallergie auslösen. Konkreter gesagt, deren Federstaub oder Kot.
Die Vögel putzen und pflegen ihr Gefieder mit dem Bürzeldrüsensekret und ihrem Speichel. Diese Mischung kann zu einer Allergie führen. Dann führt die Anwesenheit eines Vogels in der Wohnung, das Reinigen des Käfigs, das Fliegenlassen des Vogels in der Wohnung zur Verteilung der Allergene und Entstehung von Symptomen..
Symptome einer Tierallergie
Die häufigsten Symptome einer Tierallergie sind:
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- Niesen
- Laufende oder verstopfte Nase
- Juckende Augen oder rote, tränende Augen
- Hautausschläge oder Ekzeme
- Atembeschwerden, Husten oder Asthmaanfälle
Kreuzallergien
Sehr selten leiden Tierallergiker gleichzeitig auch an Nahrungsmittelallergien, da ähnliche oder gleiche Allergene im Tier und im jeweiligen Lebensmittel vorkommen.
Bekannte Beispiele sind:
- Katzen-Schweinefleisch-Syndrom: Katzenallergiker, die auf das Katzenserumalbumin reagieren, vertragen manchmal kein Schweinefleisch wegen der Kreuzreaktion mit dem Serumalbumin Fel d 2, das auch im Schweinefleisch vorkommt
- Vogel-Ei-Syndrom: Allergiker, die beispielsweise auf Wellensittiche reagieren, können eine Unverträglichkeit bei Verzehr von oder Kontakt mit rohem Hühnerfleisch und (halb-)rohen Eiern entwickeln. Besser vertragen wird Gekochtes.
6 konkrete Tipps bei Tierallergie
Vorweg über Rasse informieren: Es scheint, dass nicht alle Rassen bei Hunden und Katzen gleich allergieauslösend sind.
Kontakt mit Tier minimieren, Tier sollte nicht im Schlafzimmer oder auf Polstermöbel schlafen.
Allergene reduzieren: oft Staubsaugen, oft lüften
Bei Vogelallergie: Käfig regelmäßig säubern, entstaubte Einstreu nehmen, häufig Händewaschen, staubarmes Futter verwenden
Schulmedizinisch kommt manchesmal bei Katzenallergie die Hyposensibilisierung zur Anwendung, Diese dauert allerdings ca. 3-5 Jahre.
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Beitrag erstellt von: Mag. Gisela Scharler